Die perfekt organisierte Messe für den wahrscheinlichen neuen, globalen Leader Barack Obama ist zu Ende. Wie nicht anders zu erwarten war, abgeschlossen mit einer eindrücklichen Rede des Kandidaten. Die Kommentatoren waren sich einig. Eindrücklich, historisch, ja nur mit John F. Kennedy liesse sich das vergleichen. Doch trotz unpopulärem Irak-Krieg und einem amtierenden Präsidenten der kaum geliebt wird, ist der Vorsprung von Barack in den Umfragen nur leicht höher als die Fehlermarge. Das in einem Wahljahr, wo viele Experten meinten, ein Erdrutschsieg der US-Demokraten sei unvermeidlich. Doch in Denver war auch Hillary Clinton, die Clintons. Ihre Anwesenheit alleine sorgte dafür, das die Anwesenden nicht vergassen, wie umstritten und knapp die Entscheidung in den Vorwahlen war.
Das Hillary Clinton Obama nun unterstützt ist Selbsterhaltungstrieb. Das Obama aber, trotz aller Differenzen und politischen Wunden, darauf verzichtet hat sie zur Kandidatin für’s Vizepräsidentenamt zu machen ist risikoreich, fast schon arrogant. Gerade die Wählerschicht die sich von Hillary Clinton angesprochen fühlte, könnte sich auch einen Präsidenten McCain vorstellen. Denver war für Barack Obama ein Schritt in Richtung Präsidentenamt. Entschieden ist noch nichts.
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