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Obama vs. Clinton – ein eindeutiger Sieg für die Demokratie? Aug 31 2008

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Die VerliererinNach außen wird die Kandidatur des Politikers Barack Obama in den USA hin gerne als die große Erfolgsgeschichte verkauft. Da mag auch etwas dran sein. Die Gegebenheiten rund um den Parteitag der Demokraten ließen aber deutlich erkennen, mit welch harten Bandagen im amerikanischen Wahlkampf vorgegangen wird.
Hillary Clinton etwa wirkte aus der Ferne wie die überzeugende Verliererin in einem Wahlkampf, den innerhalb der Partei Barack Obama für sich entscheiden konnte.

Sobald die Kameras jedoch während der Eröffnungsrede der Demokratin Clinton näher an die medienerfahrene Hillary Clinton heranfuhren, wurde eines offensichtlich:

Kampflos und ohne inneren Kampf ist die Einsicht bei der ehemaligen Präsidentengattin und Gouverneurin Clinton nicht gekommen. Die Politikerin hatte augenscheinlich sich auf die Lippe beißend mit ihrer Statement, Obama sei einfach der richtige Mann, um die Demokraten zurück ins Weiße Haus zu führen, ihre liebe Mühe und Zweifel. Und das aus nachvollziehbaren Gründen.

Denn lange sah es so aus, als würde es ein denkbar knappes Rennen.

Erst allmählich kristallisierte sich der Aufsteiger Obama, der als Mann der großen Geste vielen quasi über Nacht bekannt geworden ist, als deutlicher Sieger des Wettstreites heraus. Und mal ehrlich: Bedenkt man, welche Unsummen für einen amerikanischen Wahlkampf aufgebracht werden müssen, wird klar, dass bei der Medaille des Scheiterns die finanzielle Seite am schwersten wiegt. Aber gerade durch seinen cleveren Schachzug, Hillary Klienten im Rahmen des Erlaubten finanzielle Überstützung zukommen zu lassen und seine Anhänger zu gleichem handeln aufzurufen, hat Obama Hillary Clinton einigen Wind aus den Segeln genommen.

Fragwürdig ist jedoch nach der Aufforderung der Politikerin Clinton, ihre Anhänger sollten von nun an Obama ihre gesamte Unterstützung zuteil werden, inwieweit im Falle einer Wahl zum Oberhaupt der USA Obama wirklich etwas zu bewegen vermag.

Viele Kritiker, denen im Wahlkampf um die Präsidentschaft die Folgen für das Land Amerika wichtiger sind, als die politischen Vordenker, bezweifeln, dass Barack Obama das Land wirklich zur alten Wirtschaftsnation wird formen können. Und das besonders deshalb, weil Obama zwar durch Nähe zu den Bürgern im Lande glänzte.

Programmatisch jedoch bietet er reichlich Angriffsfläche aus der Sicht vieler Experten, die vor allem eines in seinem Äußerungen sehen wollen: Viel heiße Luft.

Hoffentlich irren sich die selbst ernannten Experten und Barack Obama kann die USA wirklich in ein neues Zeitalter führen. Mit dem gestrigen Parteitag jedenfalls hat er vermutlich eine wichtige Hürde auf seinem Weg an die Spitze des Landes genommen, nicht zuletzt durch die Rede Hillary Clintons. 

Autor:Matthias Nemack

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