Wer so lange Wahlkampf betreibt, wie es Barack Hussein Obama bereits tut, zeigt Verschleißerscheinungen. Vom Under-Dog in der Vorwahlschlacht gegen Hillary Clinton, zum scheinbar unausweichlichen nächsten Präsidenten der USA. Was für ein Traum, vor allem was für ein amerikanischer Traum. Die Geschichte scheint sich fast für Hollywood zu eignen. Doch Achtung Hollywood kennt auch Dramen.
Nach wie vor konnte er sich nicht entscheidend von seinem Konkurrenten John McCain absetzen, das auf jeden Fall bescheinigen die meisten Umfragen. So kommen auch US-Politstrategen ins Grübeln und wollen Schwachpunkte beim perfekten Kandidaten ausgemacht haben. Außenpolitik und weiße Arbeiter.
Da erstaunt es nicht, das Obama einen Mann zu seinem Vizepräsidenten machen will, auf den das Wort „Change” so gar nicht passen will.
Joseph Robinette Biden jr, ein Insider des amerikanischen Machtsystems und mit 66 Jahren nicht gerade mehr als jung zu bezeichnen. Sollte er tatsächlich Vizepräsident werden, wäre er der erste Katholik in diesem Amt. Joseph Biden wollte selbst Präsident werden, stieg aber nach der Vorwahl in Iowa aus. Bis dahin war seine Kritik an Obama ähnlich gelagert, wie die von Hillary Clinton. Obama sein noch nicht bereit für das höchste Amt im Staate. Das John McCain diese Aussagen, selbstverständlich als Wahlkampfvideo, benützt um die Glaubwürdigkeit des Teams Obama / Biden zu untergraben, ist klar. Joe Biden ist ein erfahrener Außenpolitiker und kann Barack Obama in diesem Bereich neue Glaubwürdigkeit verschaffen. Ebenso könnte er Obama bei einem Teil der skeptischen weissen Wählerschaft helfen. Letztendlich aber, und das ist der schwerwiegendste Nebeneffekt, relativiert die Nominierung von Joe Biden seine Botschaft von „Change”. Ob die Vorteile das aufwiegen wird sich zeigen.
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