Obama kämpft, er muss kämpfen. Trotz aller Begeisterung rund um seine Kandidatur, manchmal könnte man das Gefühl gewinnen er sei in der Fremde noch ein Stück populärer als zu Hause, kann er sich nicht deutlich von John McCain absetzen. Das zeigen auf jeden Fall die meisten Umfragen. Wirklich überraschen kann das nicht. Schon die Vorwahlen gegen die parteiinterne Konkurrentin Hillary Clinton gewann er letztendlich in der Summe der Resultate knapp.
So ist es auch nicht weiter verwunderlich, das er sich bemüht die „Mitte der Gesellschaft” anzusprechen. Auf Grund der hohen Benzinpreise möchte er nun die Ölreserven antasten, wohlwissend dass das Thema die Amerikaner beschäftigt. Gleichzeitig ruft er zum Energiesparen auf, was gerade in den USA noch ein relativ wenig beachtetes Thema ist. McCain indessen geht mit negativen Wahlspots auf Stimmenfang. Er versucht Obama als elitär darzustellen, naiv und einfach noch nicht bereit den „schwersten Job” in den USA zu übernehmen. Seine Argumentation ähnelt zugegebenermassen der von Hillary Clinton. Sie hat mit dieser Strategie verloren. Doch im Gegensatz zu Hillary, wo das Obama-Team relativ früh den Vorwurf von „Rassismus” an die Gegenseite machte, weiss John McCain, das der nationale Wahlkampf eine eigene Dynamik hat. Er wird versuchen Hillary Clinton’s Fehler nicht zu wiederholen.Â
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