Asides

Hoffnung Aug 1 2008

Beitrag von konservativus konservativus | Artikel drucken

HoffnungHoffnung ist ein Suchtmittel. Visionen und Hoffnungen hatten immer schon viel gemeinsam. Als das beliebte Wort „Globalisierung” die Runde machte, konnte es beides auf sich ziehen. Ängste und Hoffnungen. Während wir uns an die Globalisierung im Coop oder Migros schon lange gewöhnt haben, die meisten Menschen finden nichts dabei Fleisch aus Brasilien, oder Orangen aus Spanien zu kaufen, verursacht der Begriff im generellen noch viel Unbehagen. Da haben wir schnell die grossen Konzerne vor Augen, die aus verspiegelten Burökomplexen heraus, weltweiten Einfluss erlangt haben. Es sind globale, nichtdemokratische Gebilde entstanden und treffen Entscheidungen, die in den entferntesten Winkeln der Welt ihre Folgen zeitigen. Hier wird dann die internationale Zusammenarbeit der Demokraten und der sozialen Kräfte, wie Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen, immer wichtiger. Prinzipieller  Pessimismus ist nicht angebracht, sondern der Wille die neuen Herausforderungen an Demokratie und Selbstbestimmung anzunehmen.
Georg W. Bush und das kaum verdeckte Interesse seiner Administration am strategischen Rohstoff Erdöl, haben es selbst naiven Zeitgenossen verunmöglicht, im Irakkrieg nicht durch die dünne moralische Rechtfertigung zu blicken.
Während kluge Köpfe schon lange vorher von Kriegen um Rohstoffe fabuliert haben, scheinen wir mit dem Irak-Krieg tatsächlich den ersten hinter uns zu haben. Krieg für Geld, für Rohstoffe, für Lebensstandart, so provokativ die Herstellung so eines Zusammenhangs auch ist, so nah könnte er auch zukünftig an der Realität sein.
Die Allgemeinheit aber verlangt es nach edleren Motiven, nach bewundernswerteren Zielen. Barack Obama, und das macht sicherlich einen Teil der Faszination für diesen Mann aus, hat die Möglichkeit wieder Glaubwürdigkeit in die Politik der globalen Supermacht USA zu bringen.
Auch in einer vernetzten Welt, einer Welt der gefühlten kleinen Distanzen, gibt es zu einer Politik die die moralischen Befindlichkeiten der Bevölkerung berücksichtigt, keine langfristigen Alternativen.
Man darf mit gutem Recht Hoffnung auf ein besseres Morgen haben. 

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Kategorie: Asides | Tags:
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