Er hat den Fall Nef überstanden. Trotz allem medialen Vernichtungsfeuer und darin enthaltener Rücktrittsforderungen. Ist Samuel Schmid jetzt ein geschwächter Bundesrat ?Â
Samuel Schmid hat sich in der jüngeren Vergangenheit zu einem guten Masse über Konflikte definiert. Sein stiller Kampf gegen Christoph Blocher der ihm auch die Sympathie linker Kreise eintrug. Die Auseinandersetzung mit seiner ehemaligen Partei SVP, die er nicht nur politisch überlebte, sondern die ihn auch zu einem Symbol der Abspaltung liberalerer Kräfte von der rechtskonservativen Partei machte. Es sind nicht die politischen Vorlagen, seine Projekte, mit denen er glänzt. Es ist sein politischer Überlebenswille der beeindruckt.
Doch auch die Schweizer Politik hat ihre Dynamik. Die politischen Erschütterungen die durch die Blocher-Abwahl ausgelöst wurden, beginnen abzuklingen. In gleichem Masse aber werden wieder die alten Gesetze schweizerischer Machtpolitik stärker. Hier hat Schmid, aber auch Widmer-Schlumpf, eine grosse Herausforderung vor sich. Ihre Mitgliedschaft im Bundesrat ist nicht durch die Stärke ihrer Partei begründet. Bei aller Sympathie, die man der BDP (Bürgerlich-Demokratische-Partei) entgegenbringen könnte, ihre Chancen mehr zu sein als eine Splittergruppierung sind begrenzt.
Samuel Schmid und Widmer-Schlumpf sind auf das Wohlwollen der Linken angewiesen. Sobald das Thema „Abspaltung von der SVP” keinen politischen Wert mehr hat, dürfte auch dieses schwinden. Samuel Schmid bleibt ein Bundesrat auf wackligen Füssen.
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