Die Affäre Nef ist für Bundesrat Schmid ein Tiefschlag. Nicht nur, das sie letztendlich mit dem scheinbar unvermeidlichen Abgang von Nef endet, sie lässt den Magistraten massiv geschwächt zurück. Unverhohlen wird von grossen Teilen der Medien sein Rücktritt verlangt. Wie lange er sich noch ohne ersichtlichen Rückhalt im Parlament in seinem Amt halten kann und will, ist völlig offen. Offensichtlich wird auch, wie gebrechlich die Konstruktion ist zwei Bundesräte im Amt zu haben, deren Machtbasis mehr als bescheiden ist. Alle machtpolitischen Nachteile die sich mit dem Austritt aus der SVP ergeben haben, werden jetzt offensichtlich. Für Widmer-Schlumpf dürfte die Entwicklung ein Warnsignal sein und sie an ihre eigene fragile Situation erinnern.
Natürlich hat Samuel Schmid Fehler gemacht. Das geringe Mass an Unterstützung das ihm jetzt in „seiner” Krise wiederfährt, sollte ihn nicht überraschen. Es ist der Preis den er für seine Haltung der letzten Monate zu zahlen hat.
Es ist nicht unverschämt zu glauben, dass diese Geschichte kaum genug Brisanz beinhaltet, um einen politisch gut verankerten Bundesrat zu stürzen. Das ist Samuel Schmid schon seit geraumer Zeit nicht mehr.
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