Die europäische Linke ist Pro-Obama. Dies mit ganzem Herzen und wenig konkretem Grund. Barack Obama ist drauf und dran Geschichte zu machen, amerikanische Geschichte. Der „Mandela-Moment”, wenn man es denn so nennen will, fasziniert. Die Möglichkeit einen „Fast-Linken” und dazu noch einen Afro-Amerikaner im Weissen Haus zu sehen, lässt viele die Realpolitik vergessen.
Doch auch Obama wird Europa vor unangenehme Tatsachen stellen und auch Unangenehmes fordern.
Barack Obama ist kein fundamentalistischer Pazifist. Er ist bereit Krieg zu führen, die richtigen versteht sich. Hier wird der Druck auf den alten Kontinent nicht weniger werden. Vor allem um stärkere Truppenkontingente wird es gehen. Sich von einem Krieg loszukaufen wird für Deutschland und Co immer teurer werden.
Viele Hoffnungen die Barack Obama gesetzt werden unterschätzen, dass es in einigen Punkten nur einen Stilwechsel geben wird. Aber keine neuen Inhalte.
Eine Administration Obama dürfte pragmatischer politisieren, im Ton moderner und weniger mit Ideologie belastet. Es führt aber kein Weg daran vorbei, das die Anforderungen an europäisches, globales Engagement wachsen. Barack Obama und sein Stil können helfen die Position Amerikas in der Welt zu verbessern. Europa aber muss seine Stellung selbst definieren. Oder Amerika, China und Russland tun es. Â
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