Der wichtigste Kriegsschauplatz für Al-Qaida scheint nicht mehr der Irak zu sein. Afghanistan mit seiner kriegerischen Geschichte, der Nähe zum pakistanischen Reservoir an Extremisten und der dortigen Schwäche der Ordnungsmächte, ist der neue Favorit.
Nicht nur hat dort ihr Idol Osama Bin Laden, im Guerillakrieg gegen die Sowjets,  Erfolge gefeiert, auch der kulturelle Hintergrund ist für islamische Gotteskrieger interessant.
So kommen wieder mehr internationale „Kämpfer” in das Land, was bei den USA und seinen Alliierten Besorgnis auslöst.
Neben dem Zustrom an arabischen Kämpfern fällt auch auf, dass ca. 100 Türken als Kämpfer für den Islam in Afghanistan eingesickert sind.
Experten glauben das die ausländischen Kämpfer zum Teil noch radikaler sind als die einheimischen Taliban. Sie liessen sich einfacher für Suizidmissionen gewinnen und bekleideten auch Führungspositionen im Kampf gegen die von den Amerikanern unterstütze Regierung. Afghanistan, das Land der Afghanen, hat eine kriegerische Vergangenheit. Das Scheitern der sowjetischen Besatzungstruppen am erbitterten Widerstand der Mudschaheddin und die Herrschaft der Taliban, die ein radikales, islamisches Regime einführten, sind ein Teil dieser Geschichte.
Das Land lieferte der Ideologie und dem Personal der Al-Qaida ein ideales Rückzugsgebiet. Bis heute ist diese schwer zur kontrollierende Region ein sicherer Hafen für islamischen Extremismus.
Das die ISAF (International Security Assistance Force) eine Basis schliesst, nach einem schweren Angriff von Aufständischen kamen 9 US-Soldaten ums Leben, dürfte die regionale Al-Qaida als einen Sieg werten.
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