Hier die grosse Hoffnung: Barack Hussein Obama. Er ist jung, modern, äusserst gut vernetzt und ja, er braucht niemanden der ihm das Internet erklärt. Dort die grosse Enttäuschung: Georg W. Bush. Er ist alt, hat Kriege losgetreten und irgendwie hat er etwas von unseren Vätern. Nein, nicht das überwundene Alkoholproblem. Dennoch ist es kein Kampf der Generationen, eher eine Auseinandersetzung zwischen zwei Übertreibungen.
Wer in Europa hat vergessen wieviel Zustimmung, mindesten am Anfang, der Waffengang gegen den Irak auch in unseren Breitengraden erhalten hat ?
Zugegebener Massen war man hierzulande irritiert durch den „moralisierenden”  Unterton der Pro-Krieg-Propaganda und die kein „Kein-Krieg-für-Öl” Demonstrationen folgten schnell. Bush so scheint es, war ein Opfer seines eigenen Anspruchs und des amerikanischen Willens zur Macht. Da hat man es letztendlich nicht so genau genommen mit der Wahrheit. Die Demokratieverbreitung als Selbstzweck, ohne Rücksicht auf Verluste. Was später ans Tageslicht kam, die Halbwahrheiten und mehr, hat das Ansehen des Georg W. Bush zerstört. Fast verzweifelt versucht er nun kurz vor dem Ende seiner Amtszeit zu retten was zu retten ist. In einer Welt die dem schönen Schein mehr Bewunderung abgewinnen kann, als der tristen Wirklichkeit, war sein grösster Fehler einen Blick auf die wahren Motive des US-Regierung zu erlauben.
Barack Obama und ein Berg Hoffnung
Barack Obama ist die Hoffnung vieler Amerikaner. Diese wird gar nicht so sehr an politischen Aussagen festgemacht, sondern an den Möglichkeiten die sich diesem Newcomer eröffnen. Ist der Mann, schwarze Hautfarbe, also Randgruppe, nicht ein Paradebeispiel für den
amerikanischen Traum. From 0 to Hero ?
Nicht das man wüsste, das er das Zeug dazu hat das Amt auszufüllen. Die Möglichkeit das er es könnte, das er die Welt verändern könnte, das alleine ist schon faszinierend. Und so labt man sich an Stichwörtern: Obama und Facebook (supermodern), Obama und Rückzug aus dem Irak (toll und neu), Obama und Gerechtigkeit (höhere Steuern), Obama und Deutschland (J.F.K. war auch da), Obama und das Klima (Schluss mit dem Weltuntergangsszenario).
Barack Obama muss ein neuer Kennedy sein. Er muss strahlen, er muss gewinnen. Er wird denn alten mief der Bush-Herrschaft wegwischen, uns alle und vor allem die Amerikaner wieder an ihren Traum glauben lassen. Barack darf alles, aber er darf uns nicht enttäuschen.
Amerikaner, aber auch wir Europäer, sehnen sich wieder nach einem historischen Präsidenten.
Oder, wie Hollywood es nennen würde: einem Happy-End für diese Generation.Â
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