Konferenzen sind teuer, aber ideale Spielfelder der Selbstdarstellung. Es gibt nicht viele Möglichkeiten schöne Bilder zu produzieren, solche Konferenzen sind sicherlich eine.
Die Mittelmeer-Union, eine Idee des Franzosen, scheint aber doch mehr zu sein als gute PR.
43 Staatschefs oder ihre Stellvertreter, Lybien schickt nur einen Beobachter, geben sich die Hand. Vor allem die Deutsche Angela Merkel hat dafür gesorgt , das die Bäume des „Monsieur Président” nicht in den Himmel wachsen. Die „Mittelmeer-Union” ist keine historische Neugründung, sonder gilt auf Druck des Kanzleramtes als Weiterführung des Barcelona-Prozesses. So sind auch nicht nur die Mittelmeeranrainer Staaten einbezogen, sondern alle 27 EU-Staaten.
Nur ein weiterer Debattierklub ?
Bis anhin hat das Treffen wenig Greifbares gebracht. Sarkozy darf es dennoch als Erfolg werten, das Syrien und der Libanon den Austausch von Botschaftern vereinbart haben.
Beobachter werten es schon als Erfolg, das zum Teil bitterlich verfeindete Staaten an einem Tisch sitzen. Vor allem die Anwesenheit des israelischen Premiers ist ein hoffnungsvolles Zeichen.
 Doch was für Themen sind auf dem Tisch ? Die Entgiftung des Mittelmeers, Nuklear-und Solarenergie, eine Mittelmeer-Universität, die Sicherung der Seestrasse, Exporthilfen für Klein-und Mittelbetriebe, ein wahrlich schöner, bunter Strauss. Ob diese Vorschläge mehr sind als Rhetorik und ob ihnen tatsächlich Taten folgen bleibt abzuwarten.
Ansonsten viel Symbolik, spürbares, mediales Kalkül und ja, wie schon gesagt: schöne Bilder.Â
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