Der Zweite Weltkrieg ist schon lange vorbei. Er ist Geschichte. Eine traurige, brutale, menschenverachtende, unvorstellbare Geschichte. Geschichte aber ist für die breite Gesellschaft uncool, alt und vor allem verbraucht. Coca-Cola, Mickey Mouse und mit ihr die Welt haben den Faschismus besiegt. Damals.
Nicht viel anders ergeht es dem Kommunismus. Einst die grosse Hoffnung für die Einen, für die Anderen das Schreckgespenst der „sozialen” Diktatur. Mit dem Ende des kalten Krieges, dem friedlichen Untergang der UDSSR, ist auch die Angst vor dieser „Idee”  verschwunden.
Nicht das sich der Mensch auf der Strasse nicht vor irgendetwas fürchten würde. Die Globalisierung liegt manchem Zeitgenossen quer im Magen und das unser kulturelles Vorbild USA, die Freiheit mit Waffengewalt in die Welt tragen will, ebenso.
Klar fürchtet sich der Einzelne vor irgend etwas. Das der Arbeitsplatz nach China abwandert, der Discounter um die Ecke die Preise erhöht, oder vielleicht fürchtet sich der mündige Konsument bloss vor der Dunkelheit.
Doch wo sind die allgemeinen Ängste ? Jene monströsen Gebilde, die uns als Kollektiv zittern lassen ?
Wir haben die öffentliche Furcht, haben die Nachkriegszwänge, europaweit abgebaut. Wir leben mit den Neu-Nazi’s ebenso wie mit den Neu-Kommunisten und wundern uns kein bisschen, das die Millionen von Toten kein Aussterben dieser Ideen verursacht haben.
Der Respekt vor der Demokratie scheint in Europa abzunehmen, die Bereitschaft auch extreme Positionen als legitimen Bestandteil der Politik zu akzeptieren zuzunehmen.
Der Versuch grosser europäischer Volksparteien sich durch eine „Popularisierung” attraktiver zu machen, denn Stammtischen dieses Kontinents näher zu kommen, ist offensichtlich. Ob Österreich, Italien und zu einem guten Masse auch Frankreich, es scheint mehr darum zu gehen Politik zu inszenieren,  als wirkliche demokratische Prozesse zu stimulieren. Beileibe darf man diesem „neuen” Politikstil nicht absprechen Probleme lösen zu können.Aber das steigende Unvermögen von etablierten Parteien, Wähler über Programme an sich zu binden, ist hingegen bemerkenswert. Man darf nicht vergessen das die grösste Gefahr die von extremen Ansichten ausgeht diejenige ist, das sie populär werden.Â
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