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Hillary mag Obama Jun 28 2008

Beitrag von manflori manflori | Artikel drucken

Senator ClintonBereits scheint es eine gefühlte Ewigkeit her zu sein, seit sich Hillary Clinton und Barack Hussein Obama um die Nomination der US-Demokraten gestritten haben.
In diesem fast  unendlichen Vorwahlkampf wurden Wunden geschlagen, mit aller Härte gekämpft. Barack, der Bote einer neuen Zeit wie seine Anhänger glauben, triumphierte und hat umgehend das Duell mit John McCain aufgenommen.
Dieser McCain wiederum geht mit schwerem Gepäck in die Auseinandersetzung. Die Amerikaner sind der Kriege müde, machen die konservativen US-Republikaner für die aussenpolitische Misere und die wirtschaftlichen Probleme verantwortlich. John ist ein alter Mann und lange im politischen Geschäft. Gerade die Erfahrung in Washington erweist sich als Bürde, suchen viele Menschen doch jemanden der für ein neues Amerika stehen könnte.
Obama, zweifellos der Mann der Linken und der liberalen Eliten, scheint ein Gewinner zu sein. Ein farbiger Politiker, der für die breiten Wählerschichten scheinbar aus dem Nichts aufgetaucht ist, macht sich auf den Weg ins weisse Haus. Doch der Rassismus ist in den USA nach wie vor ein Faktor. Genau wird registriert, dass jetzt wo er der Kandidat der US-Demokraten ist, die Hautfarbe wieder eine grössere Rolle spielt.
Trotz allen Beteuerungen dürften sich die Republikaner  dieser Thematik in der heissen Phase noch stärker bedienen, als jetzt. Es ist deshalb nicht verwunderlich, das Barack Obama sein Verhältnis mit den Clinton’s normalisiert. Hillary Clinton hat durch den Wahlkampf hohe Schulden aufgebaut und genau in diesem Punkt kann ihr Barack helfen. Bereits hat er seine finanziellen Gönner aufgerufen auch Hillary zu „unterstützen”.
Die Clintons werden dies mit politischem Support danken. Diesen Support kann Barack, obwohl er in den Umfragen führt, auch brauchen. Vor allem in Arbeiterkreisen stösst er immer noch auf viel Zurückhaltung und Skepsis. Eine Wählerschicht bei der die Clintons immer sehr gut ankamen. Doch es sind nicht nur die Finanzen die die Clinton’s zur rückhaltlosen Unterstützung Obama’s zwingen. Die US-Demokraten sind voll auf die Obama-Linie eingeschwenkt. Eine „halbherzige” Unterstützung durch Hillary würde fast als selbstsüchtiger Verrat an der Partei angesehen. Im Falle seiner Niederlage wäre sie schnell die Schuldige. Sie muss Barack einfach mögen.  

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