Das unsere geliebten Erdöllieferanten von der arabischen Halbinsel unter Geldmangel leiden wird wohl niemand glauben. Was der durchschnittliche Mercedes-Benz oder Ferrari Fahrer sehr wohl glaubt und auch glauben muss, sind die steigenden Treibstoffpreise an der Tankstelle. Die Weltwirtschaft ächzt, der Konsument stöhnt und die Politiker geraten unter Druck Handlungsfähigkeit zu zeigen oder sie mindestens zu simulieren. Wenn sie dabei eigentlich keinen Ausweg wissen rufen sie eine Konferenz ein. Das kommt immer gut und garantiert gratis Minuten in den Medien.Â
Sicherlich auf sanften Druck seiner amerikanischen „Freunde” hat König Abdullah (Saudi-Arabien) einen Krisengipfel einberufen. Die tägliche Milliarde Dollar die in sein Land fließt machen ihn sicherlich glücklich, wären da nicht die murrenden Kunden. Seine Kunden verzeihen ihm gerne, das sein Land zu den maßgeblichen Unterstützern von religiösen Extremisten-Gruppen gehört. Auch kein Diskussionsstoff bietet die drakonische Anwendung des islamischen Rechts in seinem Staat. Das Erdöl ist hier der beste Schutz gegen subversive Menschenrechtsdiskussionen.
Richtig schlecht für Politiker ist aber, vor allem für demokratisch Gewählte, wenn der mobile Wähler sich plötzlich zwischen Essen und einmal Volltanken entscheiden muss. Die Wahl eines neuen amerikanischen Präsidenten steht vor der Tür. Schon Hillary Clinton hatten den Treibstoffpreis als Wahlkampfmunition entdeckt. Wobei die eher schlechte wirtschaftliche Lage in den USA den US-Republikanern, dort in Person von Georg W. Bush angelastet wird. Kaum verwunderlich also das König Abdullah eine Erhöhung der Erdölförderung versprochen hat. Ob das hilft ?
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