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Hillary Clinton: Unterstützung für Obama Jun 8 2008

Beitrag von einfalt einfalt | Artikel drucken

Unterstützt Barack ObamaHillary hat sich einen beeindruckenden Schauplatz für ihren Auftritt ausgesucht. Das National Building Museum, durchflutet von einem Hauch amerikanischer Geschicht, war ein würdiger Ort für einen historischen, aber auch bitteren Moment im Leben der ehemaligen First Lady der USA.
Am Samstag, dem siebten Juni 2008, gestand Hillary Clinton ihre Niederlage ein. Nicht wenige aus der Fraktion der “Elite-Liberalen” dürften ihre Rede mit hämischer Genugtuung zur Kenntnis genommen haben. Mit der gelungenen, hart erarbeiteten Demontage des “Hauses Clinton” wurde letztendlich das politische Werk rechtskonservativer Kreise aus den 90′er Jahren vollendet. Das strategische Ziel die Clinton’s als leicht rassistische Relikte einer möglichst bald endgültig zu beendenden Periode amerikanischer Geschichte darzustellen, war mit der Zeit erfolgreich. 
Das bei den Obama-Anhängern weit verbreitete und von Barack Obama geförderte Gefühl, Anhänger einer moralisch überlegenen Sache zu sein, hat zu Verwerfungen  innerhalb der US-Demokraten geführt. Jegliche Kritik am Kandidaten sehr schnell in eine rassistische Ecke zu stellen und wenig Sensibilität für die “einfacheren” Schichten der Bevölkerung zu haben, offenbart ein Problem von Obama’s Wahlkampf. Hillary Clinton mag jetzt ihre Unterstützung für Barack Obama erklärt haben. Doch die Art und Weise wie der Wahlkampf verlaufen ist, wohlgemerkt innerhalb der US-Demokraten, dürfte es einigen ihrer Anhänger schwer machen ohne weiteres in das Lager von Obama zu wechseln.
Genau in dieser Tatsache liegt die Chance von John McCain. Er wird sich verstärkt um die Stimmen moderater Wechselwähler bemühen und versuchen gerade auch die Kreise anzusprechen, die Hillary den Vorzug gegenüber Obama gaben. Ob Barack Obama jetzt auf Hillary zugeht und ihr die Kandidatur für das Vizepräsidentenamt anbietet, dürfte weitaus weniger wichtig sein, als manche Anhänger von Hillary glauben. Die US-Demokraten müssen sich vielmehr Sorgen machen, das vorallem Wechselwähler ein Problem damit haben, hinter dem “messiashaften” Charakter der Obama-Bewegung, ein reales Politikkonzept zu sehen. Sie könnten versucht sein dem weitaus bodenständigerem John McCain eine Chance zu geben. So ist es nicht verwunderlich, das die letzten Meinungsumfragen ein Kopf-an-Kopf Rennen zwischen John McCain und Barack Obama aufzeigen. Alles ist offen.

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