War diese Partei einst nicht übermächtig ? War Christoph Blocher nicht drauf und dran unsere direkte Demokratie zu einer beeindruckend langweiligen Personality-Show umzugestalten?
Nun der  Anti-Held ist gefallen, aus dem parlamentarischen Paradies verjagt. Noch besser, es waren nicht die überzeugenden Argumente seiner Gegner. Eher ist ihm sein Erfolg, sein Grösser-als-das-Leben-Ego zum Verhängnis geworden. Bei all seiner Popularität und trotz allen seinen Erfolgen  wurde und wird  er auch innerhalb seiner eigenen Partei manchmal mehr gefürchtet als geliebt.
Widmer-Schlumpf, ohne falsche Pietät oder gar Zweifel, hat diese Schwäche erkannt und die damit verbundene Möglichkeit, die Karriereleiter hoch in den Bundesrat zu fallen. Ihr Verhalten zeigt das die SVP wohl eher ein Gefäss für die Karrierebildung angehender Politstars zu seien scheint, als eine durch Überzeugungen und Ziele vereinte Gemeinschaft. Toni Brunner, dessen fehlendes politisches Gewicht gerade jetzt grausam offensichtlich wird, begleitet die fortschreitenden Umwälzungen innerhalb der SVP mehr, als das er sie steuert oder gar beeinflusst. Mit jedem Tag gibt er seinen Gegnern mehr Gründe, ihn für eine krasse Fehlbesetzung zu halten.
Nun begleiten nicht wenige die SVP mit offener Schadenfreude. Für all ihre Erfolge und all die Ängste die sie bei ihren Gegnern verursacht hat, darf sie jetzt ruhig ein wenig bezahlen. Schadenfreude ist menschlich, oder ?
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