Es war kein gutes Wochenende für die SVP und auch kein guter Monat. Bundesrätin Widmer-Schlumpf setzt sich mit ihrer Position bei der Einbürgerungsinitiative durch und sieht gelassen auf die Entwicklungen rund um die SVP Graubünden.
Sollte die SVP jetzt zur Tagesordnung übergehen, würde sie bereits begangenen Fehlern einen Neuen hinzufügen. Ihre Durchschlagskraft ist geschwächt und in der Öffentlichkeit leidet ihr Image unter der Affäre Widmer-Schlumpf. Da hilft auch Toni Brunner wenig, dessen politisches “Format”, na sagen wir einmal, noch ausbaufähig ist. Die SVP müsste ein ureigenes Interesse haben, die Angelegenheit Widmer-Schlumpf so schnell wie möglich zu einem Abschluss zu bringen. Einen Weg zurück gibt es für die Mannen rund um Blocher sicherlich nicht. Die Führung muss jetzt für Geschlossenheit und Ruhe sorgen. Vor allem aber muss sie sich von dem Begriff “Opposition” verabschieden. Eine “Oppositionsrolle” in der direkten Demokratie weckt unerfüllbare Erwartungen und schafft Verwirrung bei den eigenen Anhängern. Diesen Begriff zu wählen war ein Fehler.
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