Eigentlich stand Samuel Schmid schon seit geraumer Zeit im Abseits “seiner” SVP. Der latente Konflikt mit der Parteiführung um Stil und Inhalte liess ihn oft wortkarg erscheinen, zurückhaltend und vorsichtig. Jetzt scheint der 61.jährige Chef des Departements VBS (Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport) Mut gefasst zu haben diesen Konflikt zu lösen. Das die Lösung ein Austritt aus der SVP sein könnte und der Eintritt in eine neue Partei, überrascht doch ein wenig.
Man darf fragen, ob diejenigen die jetzt eine neue Gruppierung aus dem Boden stampfen eine realistische Einschätzung der politischen Lage vorgenommen haben. Sie mögen jetzt innerhalb der SVP als moderat gelten. Ausserhalb der SVP sind sie eine bürgerliche Gruppierung unter anderen. Sich jetzt im grossen Medieninteresse zu sonnen kann leicht darüber hinweg täuschen, dass sobald die Abspaltung vollzogen ist, die Sachpolitik und die finanzstärke einer Partei über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Sind die innhaltlichen Differenzen tatsächlich so gross, das sich die neue Partei erkennbar von der SVP unterscheiden kann ? Oder wird hier gerade die ”SVP-Light” aus der Taufe gehoben ? Kalorien-und Inhaltsarm ?
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