Asides

Barack Obama 2008 May 29 2008

Beitrag von fb fb | Artikel drucken

Das Jahr 2008 verspricht sein Jahr zu werden - Barack Obama.  Kandidat der US-Demokraten und bereits „gefühlter” Präsident der USA.  Europa hat ihm sein Herz geschenkt und wartet sehnsüchtig auf den endgültigen Erfolg des „Lieblings-Afroamerikaners”. Keine seiner Aussagen ist zu oberflächlich, um nicht noch einen tieferen, weltverändernden Sinn darin zu erkennen. Wie öde, geradezu grotesk, erscheint da sein Gegner John McCain. Ein Vietnam-Veteran, ein Befürworter des Irak-Krieges. Er hat so nichts trendiges an sich und niemand würde auf die Idee kommen einen seiner Auftritte mit HipHop oder Rap zu hinterlegen. Er erscheint wie ein Relikt aus trockenen, tristen Tagen. Und eine unverzeihliche Todsünde in unseren Tagen: Er ist alt.
Barack Obama spricht von Change, von neuer Politik. Er will die US-Truppen so schnell wie möglich aus dem Irak abziehen und auch mit schwierigen Staaten direkte Gespräche führen. Trotzdem predigt er die Veränderung mit Worten die kaum konkrete Aussagen enthalten. Zu viel Politik während seiner “Change-Sessions” stört nur die Interaktion mit den Wählern. 
Es ist an seinen Beratern hier deutlicher zu werden. Natürlich eine viel bessere Krankenversicherung für die Bürger, sprich ein preiswerteres System. Natürlich milliardenschwere Investitionen in „grüne” Energieformen . Natürlich viele schöne, neue Arbeitsplätze für die Bürger der USA. Natürlich einfach eine bessere Welt.
Seine Werbestrategen und Vermarktungsspezialisten sind  mehr als glücklich, dass die Sachthemen, so oberflächlich sie auch formuliert sein mögen, kaum über die Rolle als nette Deko-Elemente hinauskommen.  Viel wichtiger sind da die schönen Bilder die es von ihm gibt. Die Aufnahmen von Massenveranstaltungen, die eindrücklich zeigen wie populär der Kandidat ist. Oder wie wäre es mit Bildern die ihn intellektuell nachdenklich zeigen?  Die Auswahl ist gross und gut photographiert.

Ein Mehrheit der europäischen Linken ist ein Herz und eine Seele mit der Obama-Bewegung. Schliesslich gelingt es ihm die Menschen von der Realitätserfahrung zu lösen, ihnen ein Gefühl zu geben, das es tatsächlich möglich ist die Welt zu ändern. Etwas das linke Politiker in Europa schon lange nicht mehr vermitteln konnten.
 Barack verspricht ihnen eine Freifahrtkarte im Zukunftsexpress, der sich aufmacht rasend schnell den „Bush-Tunnel” zu verlassen. Ein Weg in eine bessere Welt.
Dieses diffuse Licht einer glücklichen Zukunft vor Augen, werden manche seiner Anhänger fast schon ein wenig aggressiv, wenn man ihren Traum nicht teilen möchte. Wenn Traum und Realität zwei Pole bilden, liegt die Wahrheit kaum in der Mitte.

Popularity: 5% [?]


Kategorie: Asides | Tags: , , ,
Asides
Abonniere RSS Feed Abonniere RSS Feed via mail

Kategorien

Archiv

Medien

Zeitungen

Dossier

Support

Ads

clock requires the latest Flash player. Get Flash here. If you have Flash installed, click to view.