Einst, vor langer Zeit, gab es eine Partei in Deutschland, die in der Lage war die Hoffnungen und die Sehnsüchte vieler Menschen aufzugreifen. Vor allem für die arbeitenden, schlecht gestellten Schichten der Gesellschaft, verliess diese Partei schon früh den falschen Weg in die “absolute” Ideologie. Kritisch gegen die ungefilterte Härte der Marktwirtschaft und nach einem fürsorgerlichen Staat strebend, gelang ihr der Weg an die Macht in Deutschland. Ein kritisches Miteinander mit dem Unternehmertum und ein gehobener moralischer Anspruch waren ihr Merkmal. Schon seit geraumer Zeit aber hat die SPD diesen historischen Faden “liegen” gelassen. Während die konservative Kanzlerin die Früchte der “Schröder-Politik” einfährt und aufgrund positiver Entwicklungen am Arbeitsmarkt mehr als positiv dem nächsten Wähler Verdikt entgegenschauen kann, versinkt die SPD in der eigenen Beliebigkeit. Weder mit dem Mut ausgestattet den Schröder-Kurs glaubhaft ad Acta zu legen, noch Willens sich zu einer modernen Form der Sozialdemokratie zu bekennen, hat sie ihren Weg noch lange nicht wiedergefunden.
Die Haltung der deutschen Sozialdemokratie gegenüber dem Dalai-Lama ist ein trauriger Höhepunkt der moralischen Desorientierung.
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