Nun treten wir also in eine neue Phase der Problematik Widmer-Schlumpf ein. Sie kam nach relativ langem Stillschweigen wohl zum Schluss, Angriff sei die beste Verteidigung.Â
Es sei üblich, dass die beschuldigte Partei zunächst angehört werde. Quelle: tagesanzeiger.ch
Sie vergisst dabei zu erwähnen, dass die Position der Bündner SVP eigentlich schon lange klar ist und diese Parteisektion wohl sehr viele Möglichkeiten hatte ihren Standpunkt im Detail zu erläutern.
Eine zunächst diskutierte Statutenänderung zum Ausschluss einzelner Personen wäre für sie besser nachvollziehbar gewesen. Schliesslich sei das einzige Verschulden der Bündner SVP ihre Mitgliedschaft. Quelle: tagesanzeiger.ch
Eine an sich erstaunliche Aussage, vor allem wenn man sich vor Augen führt das BR Widmer-Schlumpf auch diesen Weg sicherlich bekämpft hätte, selbstverständlich mit Unterstützung ihrer Bündner Parteifreunde.
Ihr Bestreben die formallen Mängel des Vorgehens der SVP Schweiz zu thematisieren, kann nicht über das Prinzipielle hinwegtäuschen. Frau Widmer-Schlumpf ist nicht bereit von ihrer Position abzurücken, komme da was wolle.
Die Parteileitung wolle die SVP auf einen einheitlichen Kurs bringen, liberale Kräfte seien dabei natürlich unerwünscht. Quelle:tagesanzeiger.ch
Ob Frau Widmer-Schlumpf tatsächlich eine „liberale” Politikerin ist, darf bezweifelt werden. In der gesamten Angelegenheit wurde übrigens schon zu viel Geschirr zerschlagen. Welche Seite jetzt auch nachgeben würde, ein Gesichtsverlust wäre unvermeidlich. Je länger dieser Konflikt andauert, je mehr beschädigt werden die beteiligten Personen.
Aber auch der Bundesrat muss sich fragen lassen, ob es dem höchsten Gremium der Schweiz wirklich gut tut, wenn es in einen innerparteilichen Konflikt hineingezogen wird. Dies geschieht unweigerlich, da auch der Bundesrat nicht umhin kommt sich in diesem Konflikt zu positionieren.
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