Ein Teil der Welt ist reich genug, um die Frage der Ernährung und alle damit verbundenen Faktoren als nachrangig zu betrachten. “Die Milch kommt aus dem Super-Markt”, so könnte man überspitzt die Haltung mancher Zeitgenossen in unseren Breitengraden beschreiben. Nun explodieren einige Nahrungsmittelpreise und die wichtigste Voraussetzung für Leben gewinnt auch bei uns wieder ein mehr an Aufmerksamkeit.
Angefangen bei der Landwirtschaftspolitik, weiter mit gentechnisch veränderten Lebensmitteln, bis zur Tatsache der ausufernden Macht einiger internationalen Agro-Konzerne, die Problematik ist vielschichtig.
Der Hunger in der Welt ist noch nicht besiegt, auch wenn er in letzter Zeit nicht mehr die Aufmerksamkeit bekam, die er eigentlich verdient. Kein Wunder sehen einige Zeitgenossen die Gentechnik als Heilmittel. Pflanzen die resistent gegen Schädlingsbefall sind und noch dazu einen höheren Ertrag generieren, wer kann das schon als negativ bezeichnen ? Ist es nicht fast unethisch das “Heilmittel” Gentechnik nicht in der Landwirtschaft einzusetzen ?
Nun wäre es unehrlich die Risiken dieser neuen Technologie zu verschweigen, gar ein Mantel des Schweigens darüber auszubreiten. Immer wohl wissend, das sich die ärmsten Menschen dieser Welt bis dato auch keine “Gen-Nahrung” leisten können.
Das streben der Agro-Konzerne nach Marktmacht kann Bauern in eine neue Abhängigkeit führen. Es erstaunt deshalb nicht, das einige Beobachter eine Mitverantwortung, wenn nicht gar ein Mitverschulden der grossen Produzenten von Futtermitteln und anderer “Agrartechnologie” sehen. Die hohen Preise sind nicht nur eine Folge der Knappheit, sondern auch der Tatsache der immer kompletter kommerzialisierten Produktionskette geschuldet. Sie verleitet zu Missbrauch und Spekulation.
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