Momentan trifft Frankreich der Zorn der Kommunistischen Partei Chinas. Befohlene Demonstrationen auf der einen Seite und Boykottaufrufe auf der anderen Seite, demonstrieren die wohl überlegte Wahl “der Waffen” im modernen “Meinungskrieg. China statuiert an Frankreich ein Exempel, zeigt wie geschäftsschädigend westliches Eintretten für den Tibet sein kann. Oder, wenn man es so sehen will: wie weitaus lukrativer es ist wegzuschauen.
Frankreich’s Präsident Sarkozy, der schon einmal medienwirksam mit dem Boykott der Eröffnungsfeier gedroht hat, also kein Boykott der Spiele an sich, wird die Haltung der EU-Präsidentschaft wohl verstehen. Die Slowenen setzten hierbei einen Beschwichtigungskurs fort, der fortlaufend versucht die Vorgänge in China und die Natur des dortigen Regimes zu verharmlosen.
Die Slowenen haben einem chinesischen Sondergesandten zugesichert, das Exil-Oberhaupt der Tibeter nicht zu einem Treffen der EU-Aussenminister einzuladen. Das Reich der Mitte dürfte zufrieden sein.
China lässt seine globalen Muskeln spielen und beindruckt damit die Europäische Union. So oder so scheinen viele Äusserungen westlicher Politiker zu Tibet mehr an die eigene Bevölkerung gerichtet zu sein, sollen die Empörung und das verletzte Rechtsbewusstsein besänftigen. Die Rat-und Machtlosigkeit der Unterstützerstaaten der Menschenrechte können sie aber kaum überdecken.
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