Die Nahrungsmittelpreise sind nach langem wieder zu einem Thema geworden. Da schlägt der durchgehend konsumfreudige Bürger die Zeitung auf und liest davon, dass die Schweiz den Import von Speisekartoffeln aus Ägypten genehmigt hat. Diese Tatsache alleine wäre keine Schlagzeile wert, wäre da nicht der Umstand, das es in diesem Land zu gewalttätigen Unruhen gekommen ist. Der Grund: explosionsartig steigende Lebensmittelpreise.
Nun sind die Bilder hungernder Menschen nicht mehr oft im heimischen Fernseher zu betrachten und ebenso sind die bitteren Lebensumstände grosser Teile der Weltbevölkerung immer weniger ein Teil des öffentlichen Bewusstseins, wenn sie es denn je waren.
Ab und zu wird der Durchschnittskonsument durch Spendenaufrufe daran erinnert, das es eine Realität jenseits von MTV gibt, das es Menschen gibt für die die „Simpsons” oder der Kulturteil einer Tageszeitung keinen Wert haben.
Nur mit spürbarem politischen Wiederwillen hat sich die Politik der Tatsache erinnert, das die olympischen Spiele in einer Diktatur stattfinden. Die ökonomisierte westliche Welt hat sich scheinbar erfolgreich von ihren christlichen, moralischen Wurzeln distanziert. Es gab deshalb keinen Grund die Vergabe der Spiele an China als mindestens problematisch zu erachten. Ethik, Moral und Religion sind Begriffe die einen leicht romantischen Anstrich haben. Langsam aber sicher fristen sie in der Öffentlichkeit ein Schattendasein. Aussenseiterthemen.
Letztendlich wird uns nichts daran hindern der höheren Wirtschaftsmoral zu genügen und mit Chips und Markengetränken bewaffnet die Spiele zu verfolgen, vielleicht mit Kartoffelchips.
So lasst die Spiele beginnen.
Popularity: 3% [?]

|
Stumble it
Digg it
Deli.icio.us
Technorati













