Man könnte mit keiner schwereren Bürde in einen Wahlkampf ziehen, als es Hillary Clinton getan hat. Eine Frau, noch dazu die von Bill “Lewinsky” Clinton, und eine öffentliche Meinung die einem alles schlechte zutraut.
Es scheint wie ein “Gottesurteil” das zwei Kandidaten aufeinandertreffen, die auf ihre ganz eigene Weise, die Zukunft der US-Demokraten repräsentieren. Ein Afro-Amerikaner und eine Frau. Das daraus ein fast perverser Wahlkampf wird, war vorauszusehen. Hillary Clinton weiss, dass sie die Gefangene des eigenen Images ist. Es macht für sie wenig Zweck dagegen anzukämpfen, geschweige es vergessen zu machen. Wer all die schweren Zeiten der Ehe durchgestanden hat, wer trotz aller Anfeindungen standhaft geblieben ist, der ist wahrlich ein Kämpfer, oder besser: eine Kämpferin. Hillary wird solange um die Präsidentschaft kämpfen, solange die Logik es sinnvoll erscheinen lässt und solange ihr Gefühl sagt, dies sei richtig.
Als emanzipierte Frau war sie wahrscheinlich nie Gefangene der Situation, sondern hat sich durch Gefühl und Vernunft leiten lassen.
Pennsylvania ist der Austragungsort der nächsten Vorwahlen der US-Demokraten. Hillary muss gewinnen. Keine noch so schön formulierte Erklärung könnte die Bedeutung einer Niederlage schönreden. So ist Hillary die Aussenseiterin und Pennsylvania wird zu ihrem Schicksal.
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