Die SP Schweiz sucht nach Niederlagen in Serie und nur unzureichend gelösten Führungsproblemen, nach einem Weg in die Zukunft.
Die fast “anrüchige” Geschichte der verlorenen Abstimmung um den EWR-Beitritt lastet dabei, historisch betrachtet, auf den Schweizer Sozialdemokraten. Es war eine, auch rückblickend, epochale Niederlage dieser Linkspartei.
Sie hat in der Folge der “europäischen Idee” nie abgeschworen, aber aus “realpolitischer Rücksicht” wurde sie tief versteckt.
Die Schweizer Demokratie verlangt nach Kompromissen und diese geht die linke Partei immer wieder ein. Aber im Gegensatz zu früheren Zeiten wird die Kompromisfähigkeit vom Wähler nicht unbedingt als Stärke erkannt. In der Konfrontation mit einer starken Führungspersönnlichkeit wie Christoph Blocher, wurde das fehlende Pendant auf der SP-Seite um so auffälliger. Wie viele mitte-links Gruppierungen in Europa, muss auch die SP ihren Platz in einer veränderten Welt erst finden. Wichtig für die SP der Zukunft mag auch die Tatsache sein, das der Erfolg an der Urne Programmatik voraussetzt. Aber ohne glaubwürdiges, überzeugendes Führungspersonal nützen die besten Programme nichts.
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