Für Barack Obama schien die “Medienlage” der letzten Tage fast zu schön um wahr zu sein. Der “sichere” Sieger des Zweikampfs mit Hillary Clinton, genoss seine sich langsam aber stetig festigende Position als Leader. Die Rufe mehrten sich Hillary Clinton solle aufgeben. Gleichzeitig verstrickte sich Clinton in unwahren Aussagen, wie z.B. die Geschichte über einen Bosnien-Besuch und die damals herrschende Sicherheitslage.
And it’s not surprising then they get bitter, they cling to guns or religion or antipathy toward people who aren’t like them or anti-immigrant sentiment or anti-trade sentiment as a way to explain their frustrations. Barack Hussein Obama
Diese von Obama gemachte Aussage, während einer Veranstaltung vor potenziellen Geldgebern seines Wahlkampfes, dürften ihn die nächsten Tage verfolgen.
Die Aussage ist im Zusammenhang zu sehen, mit seinen Ausführungen über den Verlust an Arbeitsplätzen über die letzten 25 Jahre in Pennsylvania. Dieser Staat hält auch die nächste Vorwahl der US-Demokraten ab.
Die Aussage war eigentlich nicht für die breite Offentlichkeit gedacht und wurde durch eine “Bloggerin” ins Netz gestellt. Man könnte Obama so verstehen, das er glaubt einige Bürger seien nur deshalb religiös geworden, oder hätten eine Abneigung gegen Einwanderer entwickelt, weil die wirtschaftliche Lage in Pennsylvania schwierig war und ist.
Viele der so charakterisierten Bürger werden dieser Einschätzung nicht zustimmen. US-Medien, aber auch Hillary Clinton und der Kandidat der US-Republikaner McCain, haben Obama umgehend vorgeworfen auf die “kleinen” Leute hinabzusehen und “out of touch” zu sein. Nun mag seine Einschätzung nicht aus der Luft gegriffen sein. Sie aber mitten im Wahlkampf zu äussern ist entweder radikal ehrlich, so versucht es sein Wahlkampfteam darzustellen, oder nur einfach unsensibel.
Solche Äusserungen spielen konservativen Strategen in die Hände, die versuchen Obama als abgehoben und elitär darzustellen.
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