Ein enger Mitarbeiter von Sadr wurde nach der Rückkehr vom moslemischen Freitags-Gebet im Raum Najaf ermordet. Es handelt sich dabei um Riyadh al-Nuri, der über eine Heirat mit der Familie al-Sadr verbunden ist. Nur kurze Zeit nach der Bluttat liess Sadr erklären, die Amerikaner und die irakische Regierung seien für diesen Mord verantwortlich.
“Ich verspreche vor Gott und dem irakischen Volk, das ich dies nie vergessen werde und sich die Besatzer in unserem Land nie sicher fühlen dürfen, solange ich lebe !” Quelle:al-Sadr
Die irakische Regierung hat nur kurz nach der Tat die Sicherheitsmassnahmen in Najaf verstärkt. Sie fürchtet Ausschreitungen von Milizen die loyal zu al-Sadr stehen.
Beobachter schliessen ein erneutes Ansteigen der Gewalt, als Folge der Bluttat, nicht aus. Wieder einmal zeigt sich, wie stark die irakische Politik nach wie vor von Gewalt geprägt ist. Immer noch wird zur Durchsetzung von politischen oder ökonomischen Zielen getötet. Al-Sadr verteidigt dabei vehemment seine Machtposition. Sein stärkstes Instrument ist dabei, die von ihm gegründete Mahdi Armee. Dies obwohl sich letzter Zeit die Zeichen häufen, dass die ca. 60′000 Mann starke Truppe nicht mehr unter seiner vollen Kontrolle steht.
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