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Hillary Clinton: Vor Niederlage Apr 6 2008

Beitrag von Editor Editor | Artikel drucken

Hillary ClintonDie Clintons. Was wurde über sie nicht schon geschrieben und gesendet. Der Lewinsky Skandal überschattete die Präsidentschaft von Bill Clinton und brachte ihm ein Amtsenthebungsverfahren ein. Er überlebte diesen Skandal, ohne diesen “Fehler” aber je vergessen machen zu können. Mit dem Aufstieg von Bill Clinton zum Präsidenten gelangte auch seine Frau Hillary ins Rampenlicht. Hillary ist intelligent und ehrgeizig und zeichnet sich in der Regel durch Sachkenntnis aus. Doch während der Lewinsky Geschichte zogen sich die Clintons den Hass der Republikaner zu. Wie es heute scheint eine intime Feindschaft, die so lange bestehen bleiben dürfte, solange die Clintons aktiv in der Politik sind.
Die vergangenen Jahre haben diesen “Hass” gegen die Clintons, gegen ihre durch Lewinsky scheinbar bewiesene Unmoralität, nur wenig gemindert.
Mit Beginn des Wahlkampfes schien Hillary wie die sichere Siegerin auszusehen. Sie hatte das Geld, die Beziehungen und die politische Erfahrung um es bis ganz nach oben zu schaffen. Schnell wurde aber klar das mit Barack Obama ein neuer Star am US-Demokratischen Himmel erschienen war. Ein Mann mit bescheidener, politischer Vergangenheit, aber einem perfekt organisiertem Wahlkampf. Seine grösster Pluspunkt aber ist seine Hautfarbe: er ist ein Afro-Amerikaner. Dieser Umstand, konträr zu der Lebenswirklichkeit vieler Afro-Amerikaner, dient ihm als Schild. Vor allem bei seinen weissen Anhängern
bewahrt es den Eindruck Zeuge von etwas Aussergewöhnlichem zu sein. Wie gewöhnlich und vernachlässigbar scheinen da die Fragen nach Substanz, wenn es um das höhere Anliegen geht, den ersten Afro-Amerikaner ins weisse Haus zu bringen.
Geschickt hat er die bedeutenden schwarzen Politiker studiert und wesentliche Teile davon übernommen.
So ist es kaum Zufall, dass seine Reden oft Predigten gleichen und kaum sachpolitische Inhalte haben. Es ist auch kein Zufall das er, der nur über eine begrenzte politische Erfahrung verfügt, sich aufmacht ins weisse Haus einzuziehen. Er “verkauft” seinen Anhängern keine Inhalte, sondern Hoffnung, keine Vergangenheit, sondern eine vage und deshalb um so strahlendere Zukunft. Eine Vergangenheit, und Menschen machen Fehler, würde hier nur störren.
Hillary Clinton hat diese Entwicklung unterschätzt und erst sehr spät darauf reagiert. Obama’s Team ist es gelungen relativ harmlose Aussagen als Rassismus umzudeuten, sie als Teil des alten Politbetriebes hinzustellen. Selbst für das Aufgreiffen konservativer Vorurteile ist man sich im Obama-Team nicht zu schade. So verwundert es nicht, wenn dieser Satz aus der Wahlkampfzentrale von Obama kommt: “Hillary Clinton würde alles tun um gewählt zu werden.”
Selbstverständlich ist damit alles ”schlechte” gemeint.
Hillary Clinton, so scheint es jetzt, scheitert aber nicht an Barack Obama. Es sind die späten Folgen des Lewinsky Skandals, die Verteufelung der Clintons durch die konservative Presse. Damals wurde ein Image geboren, dass Bill und Hillary Clinton noch heute verfolgt. Das sich Barack Obama dieser Vorurteile bedient ist nicht schön, aber eine Tatsache. Aber genaus so wie der negative Schein der Clintons trügt, erzählt der Positive von Obama nicht die ganze Wahrheit.

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