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Widmer-Schlumpf: Fehlkalkulation Apr 3 2008

Beitrag von konservativus konservativus | Artikel drucken

SchweizDer Versuch sich als “Opfer” zu präsentieren kann einer genaueren Prüfung nicht standhalten. Eveline Widmer-Schlumpf hat die Sachlage gekannt, lange bevor sie die Wahl zur Bundesrätin annahm. Sie wusste was die Meinung der Parteileitung war und sie wusste, dass sie mit ihrer Kandidatur konträr zur Richtung der SVP-Schweiz handelte.
Letztendlich werden wir Zeugen eines SVP internen Machtkampfes, der fast unweigerlich einmal kommen musste. Auf der einen Seite diejenigen, die zwar gerne vom Erfolg der Gesamtpartei profitieren, aber im Kern eigentlich aus diversen Gründen ein Problem mit der in Zürich beheimateten Machtzentrale haben.
Hier offensichtlich der Berner-und Graubündener Flügel, die eher aus einem traditionellem Blickwinkel heraus politisieren.
Auf der anderen Seite die “neuere” SVP, gross geworden im Windschatten der Blocher Erfolge und manchmal allzu selbstbewusst. Eveline Widmer-Schlumpf setzte darauf, dass sich beide Fraktionen gegenseitig neutralisieren und die SVP Schweiz somit keine Kraft und auch keinen Willen haben würde, ihr Verhalten zu bekämpfen. Angesichts der Machtsituation in der SVP war das Vorgehen von Widmer-Schlumpf politisch riskant.
Die letzten Kantonalwahlen haben gezeigt, dass das Vorgehen gegen Widmer-Schlumpf für die SVP keine schädlichen Folgen hatte. Dadurch ermutigt scheinen Brunner und Co bereit den Konfrontationskurs fortzusetzen. Eveline Widmer-Schlumpf dürfte von dieser Entwicklung überrascht sein.

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