Die Aussagen der SVP-Parteiführung sind klar und unmissverständlich. Widmer-Schlumpf ist weder gern gesehen, noch wohlgelitten in der Schweizerischen Volkspartei.
Sie hat auf ihrem Weg zum Bundesratsamt eine Tatsache falsch kalkuliert, und man darf davon Aussgehen dass sie ihren Spielraum ausgerechnet hat. Jeder Bundesrat oder Rätin braucht eine Hausmacht, eine politische, wahrnehmbare Heimat. Die Bündner SVP, so eigenständig und von der Parteilinie abweichend auch immer, kann alleine keinen genügenden Rückhalt für die Arbeit auf nationaler Ebene geben.
Dadurch ist ihre Machtposition unklar und damit ihre Durchsetzungsfähigkeit eingeschränkt. Alleine die letzten Tage zeigen, wie schwierig es für die Bundesrätin wird sich mit Sachpolitik bemerkbar zu machen und nicht durch ihren ungelösten Konflikt mit der Partei definiert zu werden.
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