BR Micheline Calmy-Rey’s Reise in den Iran hat unerwünschte Nebenwirkungen zu Tage tretten lassen. Eine der wichtigsten Voraussetzungen um eine angemessene Aussenpolitik zu betreiben, ist wohl das Verständnis der eigenen Lage und daraus folgend, die Definition der Ziele, deren Durchsetzung im Besten Interesse der Schweiz ist.
Ein gutes Verhältnis zum Iran ist sicherlich wünschenswert, aber letztendlich zweit-oder sogar drittrangig. Der Iranbesuch war ein Akt der Selbstdarstellung, ohne ausreichenden politischen Nutzen. Der wirtschaftliche Teil der Reise mag Hauptgrund gewesen sein, haften bleibt aber das Bild einer schweizerischen Aussenpolitik, die sich über die schwerwiegenden Bedenken der USA und anderer Staaten, gegenüber dem Iran, hinwegsetzt.
Neutralität und die Rolle als Leister guter Dienste, können nur dann ihre positive Wirkung entfalten, wenn den Handelnden auf schweizer Seite bewusst ist, dass im Zweifelsfall ein wenig mehr Zurückhaltung zweckdienlicher ist, als eine schnelle Schlagzeile. Neutralität und humanitäre Tradition sind beileibe kein Freipass zu tun was einem gefällt.
 Â
Popularity: 6% [?]

|
Stumble it
Digg it
Deli.icio.us
Technorati













