Wahlen in den USA werden durch PR gewonnen. Durch Selbstvermarktung und das Erwecken möglichst beeindruckender Illusionen.
In diesem Sektor hat Barack Obama schon jetzt klar gewonnen. Er hat politische Unerfahrenheit zum Vorteil gewandelt und selbst seine nicht endende Freundschaft zu seinem ”radikalen” Leib-Pater Wright verkauft der Senator als Zeichen seiner Standfestigkeit.
Mit viel Fortune hat er Sachaussagen vermieden, soweit als möglich, und hat seine Konkurrenten als Teil des alten, fehlgeschlagenen Politbetriebs denunziert.
Erfolgreich hat er seinen Wahlkampf auf das Prinzip Hoffnung getrimmt, welcher selbstredend jegliche Kritik an seiner Person oder seinen Zielen, als veraltet oder gar rassistisch diffamiert.
Vor allem, nicht nur, bei Jugendlichen und linkslastigen Intellektuellen, aber auch bei sich selbst als fortschrittlich definierenden Menschen, konnte und kann er damit punkten. Seine vagen und schwammigen Aussagen machen ihn zur idealen Projektionsfläche, in welcher sich die Hoffnungen eines durch die Entwicklungen der letzten Jahre verunsicherten Landes wiederspiegeln.
Illusionen aber haben die unangenehme Eigenschaft nicht ewig zu halten. Die Konfrontation mit der Realität wird dann für manche Menschen um so ernüchternder.
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