Beide Staatsmänner konnten diesen Gipfel gut gebrauchen. Sowohl Sarkozy, als auch Gordon Brown sind innenpolitisch unter Druck. Mögen die Gründe auch unterschiedlich sein, so hoffen doch beide durch Erfolge in der Aussenpolitik, wieder mehr Zustimmung in der eigenen Bevölkerung zu gewinnen.
Gordon Brown und mit ihm die englische Nation, waren nie begeisterte Europäer. Er sieht Europa vorallem als Wirtschaftsraum und es verwundert deshalb nicht, dass alle weitergehenden Vorstellungen einer europäischen Zukunft in Grossbritannien einen schweren Stand haben.
Nicolas Sarkozy’s Kurswechsel, so verstehen Beobachter seine vermehrte Hindwendung zu Grossbritannien, wiederum hat einen historischen Anstrich. Der erfolgreiche Motor Europa’s war viele Jahre lang die enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich. Die verdeckte Abkehr von diesem guten Verhältnis, hin zu einer mehr auf die USA und Grossbritannien ausgerichteten Politik, wirft mehr neue Fragen auf, als dass sie Lösungen präsentiert.
Die aktuelle Politik Frankreichs dürfte mittelfristig dazu führen, dass auch die deutsche Politik unter den Druck gerät ihre Interessen in Europa stärker durchzusetzten, “neue” Partner zu suchen.
Ob diess für Europa eine gute Entwicklung ist, wird sich zeigen.
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