Der Irak-Krieg, das Resultat einer masslosen Lüge, wütet weiter.
Nachdem sich Georg W. Bush schon im Lichte nachlassender Gewalt gesonnt hatte, bringen die heutigen Toten, eine Rückkehr zu “altem” Pessimismus. Die schwierige innerirakische Machtsituation, die Einflussnahme des Iran’s und anderer Mächte, können auch bei bestem Willen zu einer negativen Einsch ätzung verleiten.
Tatsächlich ist die “Kriegsbegeisterung” der Amerikaner längst Vergangenheit, von der Realität überholt.
Die “Irak-Situation” beleuchtet eindringlich eine Facette der neuen, globalen Sicherheitslage. Während Russland und China keine Anstalten machen, ordnend auf die Region einzuwirken, verkommt Amerikas Sicherheitsbedürfnis zu einem vernachlässigbaren Umstand. Das absehbare Unvermögen wichtige Kriegsziele zu erreichen, werden die US-Aussenpolitik auf Jahre hin prägen. Das ist für die Opfer von Hass und Unmenschlichkeit kein Trost. Eher ist es die Bestätigung der Grenzen amerikanischer Demokratie-Ideologie und der unzweifelhaften Tatsache, das unberechtigte Kriege nur schwerlich Frieden zu den Menschen bringen können. Der Irak ist ein flammendes Fanal westlicher Selbstüberschätzung.
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