Barack Hussein Obama könnte der nächste Präsident der USA werden. Seine Chancen dafür sind intakt, auch wenn er noch ein Stück des Weges zu gehen hat. Mit ihm könnte sich nicht nur eine neue “Hautfarbe” im Weissen Haus etablieren, sondern auch ein neuer Ansatz gegenüber den globalen Problemen.
Georg W. Bush hat Politik mit der Waffe gemacht. Es ist leicht angesichts der heutigen Erkenntnisse ein negatives Urteil über seine Entscheidungen zu treffen. Seine Mischung, aus moralisch-missionarischem Eifer auf der einen Seite und dem Glauben an die globale Demokratie-Mission der USA auf der anderen Seite, hat dem Nahen Osten mehr Krieg und der Welt mehr Terrorgefahr gebracht.
Es wäre aber zu kurzsichtig jetzt in das andere Extrem zu verfallen. Der Iran, Syrien und weiterhin der Irak, bleiben schwer kalkulierbare Protagonisten der Weltpolitik. Ihr zum Teil verdecktes Streben nach Atomwaffen stellt eine reale Gefahr dar.
In diesem Zusammenhang darf man auch den Nahen Osten nicht vergessen. Der Konflikt zwischen Juden und Palästinenser hat immer ein latentes Potenzial die Region zu erschüttern.
Der Glaube man müsse Gespräche führen und dabei Kompromisse erarbeiten, um diese Probleme zu lösen, ist nicht falsch.Â
Naiv aber wäre es den Eindruck zu vermitteln, die USA nach Bush wären nicht bereit im Zweifelsfall Gewalt anzuwenden. Es ist leider eine geschichtliche Tatsache, dass der Wille zum Frieden nicht immer ausreicht um Frieden zu erhalten oder gar zu schaffen.
Gerade Regime mit absolutem Willen zur Macht neigen dazu Kompromissbereitschaft mit Schwäche zu verwechseln. Sollte es dem Iran gelingen in den Besitz von Atomwaffen zu kommen, würde es die regionale und globale Sicherheitslage dramatisch verändern. In der globalen Politik gibt es viel Raum für Kompromisse, aber keinen Platz für naive Fehlentscheidungen.
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