Die Vorwahlen der US-Demokraten werden auf der ganzen Welt beobachtet. Kein Wunder, ein schwarzer und eine weisse Frau streiten sich um die Nomination, das Recht im Herbst gegen John McCain, Kandidat der Republikaner, anzutretten.
Während der Afro-Amerikaner Barack Hussein Obama noch vor Jahreswechsel ausserhalb der USA praktisch unbekannt war, ist Hillary Clinton schon lange auf der nationalen und internationalen Bühne für die USA tätig.
Sie gehört zu den “best-gehassten” Menschen der USA und auch aus Europa schlägt ihr von der Presse ein kühler Wind entgegen. So schlägt Das Magazin der NZZ gerne in die gleiche Kerbe mit einem kleinen Teiltitel auf dem Cover: “Hillary hassen”. Auch wenn der Inhalt des Artikel zugegebener Massen ausgewogener ist, verkaufen sich negative Hillary-Artikel gut.
Die machtgeile Hillary
Wenn eine Frau betrogen wird, muss sie doch ihren Mann verlassen, oder ? Nur “dumme” Frauen lassen sich das gefallen und Hillary, dass geben selbst Gegner gerne zu (das passt so schön zum Zerrbild das man von ihr zeichnet), ist intelligent. Also wieso ist sie noch mit Bill zusammen ? So wird behauptet, sie habe ihn nur deshalb nicht verlassen, da sie vereinbart hätten, er würde ihr später helfen Präsidentin zu werden. Eben Hillary, wie sie von ihren zahlreichen Feinden gesehen wird: kühl kalkulierend, machthungrig, unmoralisch. Das sie bei Bill Clinton geblieben ist, weil sie für ihn tatsächlich etwas empfindet, ist für viele keine Überlegung wert.
Viele Feministinnen haben Bill Clinton seine Sex-Affären verziehen, aber ironischerweise verurteilen sie Hillary’s Loyalität zu ihm.
Und so bildet Das Magazin der NZZ auch verschiedene Devotionalien der “Clinton-Hasser” ab. Von der Klo-Bürste mit Clinton-Logo, bis zur Vodoo-Puppe mit Hillary-Gesicht (inklusive Nadeln), es ist erstaunlich wie kommerziell selbst der Hass in den USA ist.
Das sie auch nur ein Mensch ist könnte dabei fast in Vergessenheit geraten. Der Gedanke aber, dass sie vielleicht auch ein “guter Mensch” sein könnte, ist für einen Teil der US-Bürger so abwegig und weltfremd, wie die Vorstellung, die USA seien nicht der Mittelpunkt der Welt.
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