Politisch korrekt zu sein, ist nicht nur in den USA wichtig. Mit einem Stimmenanteil bis zu 80% für Barack Obama unter den Afro-Amerikanischen Wählern davon zu sprechen, die “Hautfarbe” des Kandidaten habe hier keinen Einfluss, ist nicht nur falsch, sondern auch verlogen. Ebenso klar ist, das Hillary Clinton einen starken Rückhalt unter weiblichen Wählern hat.
Das enge Rennen zwischen Hillary Clinton und Barack Obama zeigt nur die Schwäche beider Kandidaten, über ihr “natürliches” Wählerpotenzial hinaus, Zustimmung zu finden.
Heute tratt Geraldine Ferraro aus dem Hillary Team zurück, das sie stark unter Druck geraten war. Sie hatte es gewagt zu sagen, Barack Obama wäre heute nicht dort wo er ist (im Rennen um die Nomination der US-Demokraten), wäre er nicht ein Afro-Amerikaner.
Abgesehen davon, das so eine Aussage keinen rassistischen Aspekt hat, entspricht sie der Wahrheit. Es sollte für Obama auch kein Problem sein diess zu akzeptieren. Viele Afro-Amerikaner sehen erstmals die reele Chance, dass ein “schwarzer” Präsident der USA werden kann. Ein historischer Moment. Da spielt die Sachpolitik nur noch eine nebensächliche Rolle. Obama’s Team aber nutzt jede Gelegenheit um Hillary Clinton Rassismus vorzuwerfen. Die Diskussion zeigt, wie “belastet” das Thema Hautfarbe und Geschlecht in der US-Politik nach wie vor ist. Schade für eine Nation, die sich gerne als Vorreiter der westlichen Welt sieht.
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