Der Canabis-Konsum soll nicht straffrei sein. Ein weiterer Anlauf den Konsum zu entkriminalisieren ist damit gescheitert. Der Ständerat folgt mit seiner Ablehnung dem Nationalrat.
Es wird damit an einer Politik festgehalten, die den Realitäten nicht standhalten kann. Die Definition von was eine “legale” Droge ist, liegt nach wie vor bei einer Generation, zum Teil, die das Aufkommen des Hanfkonsum’s in ihrem privaten Umfeld nicht mehr unmittelbar mitbekommen hat.
Während Alkohol schon seit Jahrhunderten eine allgemein aktzeptiertes Genuss-und Rauschmittel ist, wird der Canabis-Konsum mit einem anderen Massstab gemessen.
Verständlich, ist er doch oft in einem Atemzug mit “harten” Drogen wie Kokain und Heroin, genannt worden.
Drogen sollten nicht gefördert, noch verharmlost werden. Dies gilt aber für alle Drogen gleichermassen. Es ist nicht wegzudisskutieren, dass der Canabis-Konsum bei Jugendlichen eine gewisse Verbreitung gefunden hat. Eine eingeschränkte Entkriminalisierung, begleitet durch Aufklärungsarbeit und weiterhin aufrecht zu erhaltende, repressiven Massnahmen gegen den Markt, könnten zu einem realistischerem Umgang mit dieser Droge führen. Eine Lage, wo das Verbot des Konsums durch eine grosse Anzahl von Bürgern, ja Jugendliche sind auch Bürger, missachtet wird, schadet nicht nur der Glaubwürdigkeit des Gesetzgebers, sondern zeigt auch, dass die Aufklärungsbemühungen in Sachen Canabis keine Durchschlagskraft haben. Es werden wohl noch Jahre ins Land ziehen, bevor man bei dieser Frage zu einer sachdienlichen Diskussion finden kann.
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