Hillary trägt den Mythos “the Clinton’s” in’s neue Jahrtausend. Hoch war der Druck, klein bei zu geben, sich der “MTV-Generation” rund um Obama zu ergeben.
Doch Hillary hat eine Kämpfernatur und ist eine gewiefte Strategin. Während Obama den Wählern einzureden versucht, Erfahrung zähle nichts, eine “Vergangenheit” zu haben sei ein Makel und er werde so oder so alles ändern, zum Besseren versteht sich, setzte Hillary vor allem auf Hillary.
Endlich ging sie mit der notwendigen Agressivität gegen den “Obama-Kult” vor, setzte alles auf eine Karte. Und siehe da, der Messias gerät ins Straucheln, seine beeindruckende Siegesserie hatte ein Ende.
Wer genügend Lebensjahr sein eigen nennt, weiss das Präsidenten, Kanzler, ja auch Bundesräte kommen und gehen. Doch viele ihrer Versprechen bleiben Propaganda, im besten Fall ehrlich gemeint.
Das neue Jahrtausend mit einem US-Präsidenten fortzusetzten, der in den internationalen Beziehungen auf eine Appeasement-Politik gegenüber gefährlichen Staaten setzt, lässt für Realisten Befürchtungen aufkommen. So falsch der Irak-Krieg war, so falsch wäre es daraus die Konsequenz zu ziehen, dass das Gegenteil nun notwendig sei: Gefahren ignorieren, verbrecherische Regime durch eine “Normalisierung” der Beziehungen zu legitimieren. Auch in der US-Innenolitik ist Obama’s Plan für das Gesundheitswesen, relativ weit weg von der Vorstellung einer Krankenversicherung für alle. Hillary Clinton mag für eine “ältere” Generation stehen, mag ein wenig spröde sein und sicherlich ist sie keine gute Rednerin.
Ihre politischen Grundsätze aber sind nicht überholt. Diese Grundsätze haben den ”kalten Krieg” beendet, keine “aberteuerlichen” Kriege verursacht und ja, sie haben auch der Mehrheit der US-Bürger, ein paar wirtschaftlich gute Jahre beschert.
Obama täte gut daran zu erkennen, dass “Etabliert” nicht automatisch ”altmodisch” und “falsch” bedeutet.
Es gibt da eine Redewendung dazu: “Wer Mutter und Vater nicht ehrt…. .”
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