Obama will sich “ohne Vorbedingungen” mit Potentaten gefährlicher Staaten treffen.
Er fügt zwar an, dass gewisse diplomatische Bemühungen gemacht werden müssten, z.B. im Bereich politischer Gefangener. Seine Sichtweise ist populistisch und deshalb “brandgefährlich”. Gleichzeitig aber verrät sie einen zutiefst “unmoralischen” Ansatz in der “Vision” seiner Aussenpolitik.
Die Absicht, Werte wie Pressefreiheit, Meinungsfreiheit und die Menschenrechte im Allgemeinen, dem Pragmatismus zu opfern, ist fehlgeleitet.
In der Geschichte des letzten Jahrhunderts hat die USA die Rolle des Verteidigers zentraler, westlicher Werte übernommen. Dies nicht immer überzeugend und manchmal auch kontraproduktiv. Aber diese “Rolle” als politisch-moralische Führungsmacht, hat denn in Europa geborenen Menschenrechten, zum Durchbruch als “Zielstandart” verholfen.
Es kann und darf letztendlich keine “moralischen“ Kompromisse mit “verbrecherischen” Staaten geben, kein Abrücken von dem universellen  Wert der menschlichen Freiheit.
Die Aufnahme “fast” normaler Beziehungen mit Diktaturen trägt nicht automatisch zur Demokratisierung bei, siehe China. Mit Russland und China stehen Beispiele zur Verfügung, die zeigen, dass es zwischen Ökonomie und Demokratie keine direkte Verbindungslinie gibt. Das “ideale” Amerika provoziert keine unnötigen Kriege, aber es macht auch keine unnötigen Kompromisse.
So war Präsident Bush’s Duldung von gewissen “Foltermethoden”, siehe Waterboarding, schon ein Schritt zuviel in Richtung “Annäherung an den Feind”. Diktaturen noch mit Staatsbesuchen aufzuwerten macht, selbst bei kleinen Zugeständnissen der Despoten, keinen Sinn. Es ist ganz einfach falsch.
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