Fidel Castro, ein ewiger Revolutionär, hat seinen Rücktritt angekündigt.
Fidel Castro hat Geschichte geschrieben, US-Präsidenten kommen und gehen gesehen. Nun verabschiedet sich der 80-jährige Zeuge einer untergegangenen Epoche, von der Macht.
Diese Nachricht dürfte unter den Exil-Kubanern in den USA Freude auslösen, ist aber noch nicht als das Ende der “Revolution” anzusehen, die “Fidel” dazumal an die Macht gebracht hatte.
Einst war Kuba ein mehr oder weniger “treuer” Weggefährte der Sowjetunion, kam aber nach dem Ende der UDSSR unter wirtschaftlichem Druck. Die “Kubakrise“, US-Präsident Kennedy’s besonnener Kurs, der die Stationierung sowjetischer Rakten auf Kuba verhinderte, all dies ist ein Teil der Weltgeschichte. Trotz aller Repression und Menschenrechtsverletzungen, hatte Kuba nie den Ruf eine der brutalsten Diktaturen zu sein. Der wirtschaftliche Niedergang wurde mit zögerlichen Wirtschaftsreformen bekämpft, doch nach wie vor leidet Kuba unter der staatlichen “Zwangswirtschaft”.
Das als einer der grössten “Pluspunkte” Kuba’s, das Gesundheits-und Bildungssystem genannt wird, spricht für sich. Im Gegesatz zu anderen Teilen Lateinamerikas, können die meisten Kubaner lesen und schreiben. Auch eine Aussage über Lateinamerika an sich.
Raúl Castro, der schon seit Beginn der krankheitsbedingten Abwesenheit Castro’s, die Macht in Händen hielt, ist von einem anderen Kaliber.
Er lässt mehr Offenheit zu, gesteht selbst ein, dass das Regime Fehler gemacht habe. Er ist bereit auf andere zu hören und Macht zu teilen. Ein Umstand, der ihn unter dem Militär sehr beliebt gemacht hat.
Castro’s Abschied von der Macht ist nicht das Ender des kubanischen “Systems”, aber es ist der definitive Beginn einer neuen Epoche für Kuba.
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