Nach dem Ende des “kalten Krieges” und damit verbunden, dem “fehlen” einer gesellschaftspolitischen (Schein)Alternative zum “reinen” Kapitalismus hat sich das WEF zum Treffpunkt der Wirtschaftselite gemausert. Trefflich, und zum Teil auf hohem Niveau, wird diskutiert und über Wirtschaft und Gesellschaft philosophiert. Viele der anwesenden Wirtschaftsgrössen profitieren mit ihren Unternehmen von den positiven, geldwerten Aspekten der Globalisierung. Die “negativen Begleiterscheinungen” der Entwicklung werden angesprochen, wobei selten vergessen wird die Verantwortung für die “sozialen” Aspekte dem Staat zuzuordnen. Der Staat aber, und somit die Politik, steht diesen Problemen oft hilflos gegenüber. Steuerwettbewerb, hohe Arbeitslosenraten und kaum noch zu finanzierende Sozialwerke, sind nur einige Stichworte. Der Wirtschaftsführer von heute sieht sich von moralischen und damit sozialen Anforderungen befreit. Er ist den Kapitalgebern verpflichtet, der klaren Logik von Effizienz und Gewinnmaximierung. Die Globalisierung macht nicht nur das Kapital mobil, sondern sie erodiert auch die lokale Verwurzelung von Unternehmungen. Je grösser das Unternehmen, je grösser die Distanz zu den Auswirkungen von Entscheidungen auf Menschen und ihr Umfeld. Im übertragenen Sinne hiess es einmal:
Herz und Verstand machen einen “kompletten” Menschen aus. Für das “globalisierte” Wirtschaftleben reicht es wohl über Verstand und Intelligenz zu verfügen. Herz und Herzlichkeit sind Begriffe einer romantischen, vergangenen Epoche und für einen “Wirtschafts-Leader” fast etwas ehrenrühriges. Die Begriffe haben ja so etwas soziales… .
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