Christoph sitzt  bequem in seinem Sessel. „Mörgeli, dreh das Radio lauter, sie spielen jetzt sympathy fort he devil. Der ist gut.. .”
Mörgeli springt von seinem Holzstuhl hoch und eilt zur Stereoanlage. „Mein lieber Christoph, möchtest Du noch mehr Wein, ich meine wir haben gewonnen, da muss man feiern.”
Christoph rückt seine Brille zurecht und sieht auf sein leeres Weinglas. „Ja, ich mag noch was. Ist auch so ein exzellenter Wein. Kroatisches Weingebiet. Saubillig.”
Mörgeli eilt devot  zu einem kleinen Tisch und holt die Flasche. „Woher hast du diesen Wein überhaupt?”
„ Ich will nicht immer in der Ecke sitzen Papa”,  murmelt währenddessen Toni und hantiert an seinem Plüschzottel herum.
Christoph sieht Toni streng an und hebt drohend den Zeigefinger.”Du darfst erst zu uns sitzen, wenn du im Kanton St. Gallen gewonnen hast. Und überhaupt ich habe dir ja den Zottel geschenkt. Vergiss nicht, mit Kühen kann man jede Wahl gewinnen!”
Mörgeli guckt ängstlich zu Christoph hinab während er ihm mehr Wein einschenkt.
„Das ist eine Geiss Chef, weisst du ich.. .” Christoph unterbricht ihn wirsch, „ich sage was eine Kuh oder was eine Geiss ist. Wenn du mich noch einmal unterbrichst, muss du zur AUNS und den ganzen Tag Ländler hören ¨”
Christoph beruhigt sich wieder und nimmt einen herzhaften Schluck vom Wein.”Der Wein ist von Junkowich, den haben wir vorgestern abgeschoben. Aber ich bin ja nicht blöd, den Wein haben wir beschlagnahmt. Drogenschmuggel und so.”
Mörgeli setzt sich wieder hin und strickt weiter an seinem Pullover. Nach einer Weile blickt er lächelnd auf und strahlt Christoph an. „Ich habe eine Idee !”
Christoph blickt ihn zweifelnd an, „raus damit, aber wehe sie ist nicht gut.”
„Wir könnten beim nächsten Wahlkampf alles auf Zottel abstellen. Mit Plakaten, Ansteckbuttons, Flyers. Wir können sogar ein Lied komponieren lassen.”
Christoph denkt nach. „Das hat was, doch.. .”
Mörgeli, ermutigt durch die Reaktion: „.. ich sehe die Motive schon vor mir. Der Zottel isst einen Ausländer und einen Linken, als Plakat. Zottel als treuer Gefährte vom Tell beim Apfelschuss, auch als Plakat.. .”
„Zottel ist doch eine Geiss”, murmelt Toni. „Das habe ich gehört!”, schreit Christoph. „Ich auch !”, sagt Mörgeli fies lächelnd.
„.. Zottel beim jassen und einem grossen Bier. Zottel wie es von vielen Kindern, selbstverständlich in Trachten, gestreichelt wird. Praktisch einen Zottel für jedes Thema !.”
Christoph lächelt wissend: „ich hatte schon meine Gründe, warum du mir Wein einschenken darfst.”
Mörgeli strahlt glücklich.
„Ok, du Toni durchleuchtest die Geschichte dieser Kuh. Nicht dass diese Kuh oder ihre Vorfahren illegal in die Schweiz eingereist sind. Die Partei braucht eine bodenständige, schweizer Kuh. Wegen der Tradition und so.”, ruft Blocher dem Toni zu.
„Immer ich. Ich will auch einmal  Dinge planen dürfen.”, murmelt Toni und geht zur Tür.
Bevor er den Raum verlässt sieht er Christoph und Mörgeli an und sagt: „Wir könnten uns doch darauf einigen, das Zottel eine Zwergkuh ist ?”
Dieser Text ist eine Satire. Sie sollten sich dadurch nicht angegriffen fühlen.
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