Der russische Präsident tut viel um Russland wieder als Grossmacht zu positionieren. Ob in der Frage der Raketenabwehr, oder im Umgang mit dem Iran, Russland verfolgt eine eigene Politik.
Dabei ist seine Politik, nebst aller Symbolik, an wirtschaftlichen Interessen orientiert. Bestes Beispiel hierbei ist der Energiesektor. Natürlich muss Putin auch Rücksicht auf die nationalistischen Kreise im eigenen Land nehmen. Dieser Spagat zwischen altem Grossmachtverständnis und neuer globaler Einflussnahme, wird zum Teil auch von den USA nicht richtig verstanden.
Europa als Machtfaktor hat sich nach dem Scheitern der europäischen Verfassung, selbstbestimmt in den Stillstand begeben. Weder in der Türkeipolitik, noch im Umgang mit Russland, ist eine auch nur ansatzweise, homogene europäische Strategie erkennbar.
Auch der Vertrag von Lissabon ändert nichts an der fundementalen Niederlage, die die europäische Idee durch das Scheitern der Verfassung erlitten hat.
Der Versuch Russlands Europa als strategische Variante der Entwicklung zu begreifen, scheitert am Wiederstand und der Angst der europäischen Staaten.
Es ist absehbar das Russland seine Bemühungen intensivieren wird, wieder einen Platz auf der Weltbühne zu bekommen, der dem eigenen Anspruch gerecht wird.
Die USA sind gut beraten diesen Wunsch nicht zu unterschätzen.
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