Der Versuch “radikale” Elemente durch Einbindung in Verantwortung zu zähmen, ist ein gefährliches Unterfangen. Die “Konkordanz” hat sich in der schweizer Politikgeschichte lange bewährt. Sie wurde getragen von einem Minimum an gemeinsam geteilten Werten, von Respekt für den politischen “Gegner”.
Diese Umstände sind heute nicht mehr gegeben. Das politische Konzept der SVP ist toleranzfrei und auf Sieg ausgerichtet. Die Kompromisse der Anderen werden als Schwäche betrachtet. Die fehlende Fähigkeit von CVP und FDP eigene, unverkennbare Grundwerte zu vermitteln, macht diese Parteien schwach. Auch wenn sie bei der kommenden Wahl, nicht die grossen Verlierer sein werden, haben sie der “Maschine” SVP wenig entgegen zu setzten. Dieser Umstand macht sie schwach und führt zu fortwährendem Zögern, klar Stellung zu beziehen.  Im bürgerlichen Lager hat die SVP längst die Macht übernommen. Sie wird weiter wachsen, entweder auf Kosten der CVP/FDP, oder, wie bei dieser Wahl, aufgrund der Ratlosigkeit und personellen Führungsschwäche der SP.
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