Die letzten Jahre wurden von diesem Mann geprägt. Er hat Vorurteile aufgegriffen, sie zu politisch salonfähigen Thesen erhoben, immer in einem gewagten Spagat zwischen Populismus und Hetze.
Im aktuellen Geschehen, so kurz vor den Wahlen und als Bundesrat, geht er noch einmal ganz nahe an den Abgrund.
Verschwörungen, Dolchstossvermutungen, und die nicht beweisbare Beschuldigung von politischen Gegnern, ist keine positive Wahlkampfführung.
Die Polarisierung ist er wünscht, die Auseinandersetzung wird angestrebt, der politische Gegner ist Objekt, jedoch nicht Mensch.
Blocher ist vermutlich das radikalste, was die schweizer Politszene der letzten Jahrzehnte hervorgebracht hat. Dies nicht wegen seiner Radikalität, sondern seiner realistischen Einschätzung, des Potenzials an “niedrigen” Instinkten in der Meinungsbildung der Schweiz. Wie angstvoll müssten wir nach Deutschland blicken, würde ein ähnlicher Typus von Machtmensch dort ans Ruder kommen.
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